Beschreibung der ausgeführten Arbeiten

Im Sinne von Art. 9 Absatz 1 des Ministerialdekrets 471/99 informierten die Eigentümer die zuständigen Behörden über eine mögliche Bodenkontamination nach einer Verschüttung von Testbenzin und über die ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen. Danach nahm das Verfahren zur Einreichung des Charakterisierungsplans seinen Lauf.

In der ersten Phase des Charakterisierungsplans befasste man sich mit Informationen über die Herstellung des im Produktionszyklus verwendeten Materials. Die Auswertung einer früheren Untersuchung deutete auf einen mit Kohlenwasserstoffen verseuchten Boden im Bereich vor den Testbenzinbehältern hin.

Die 5 m3 großen Behälter waren ca. 1 m unter dem Boden eingelagert. Sie befanden sich unter einer zweiteiligen Überdachung: Die Wanne auf Bodenniveau im ersten Bereich wurde mit Testbenzin für Produktkontrollen gefüllt, welches anschließend wieder den Behältern zugeführt wurde; der zweite Bereich diente als Lager. Der Charakterisierungsplan präsentierte Vorschläge für eine eingehendere Untersuchung mit 3 Pegelrohren bis 60 ml und 5 Bohrungen mit variabler Tiefe bis 10-17 ml.

Die Konferenz der Dienststellen billigte den Charakterisierungsplan und die Gemeinde Aprilia teilte am 24.01.02 (Generalprot. Nr. 3444) mit, dass der Plan angenommen wurde.

Untersuchungsplan

Wie im angenommenen Plan vorgesehen, wurde der Untersuchungsplan vom 26.02.02 bis 9.04.04 umgesetzt. Folgende Untersuchungen wurden durchgeführt:

  • 5 Bohrungen mit variabler Tiefe zu 10-17 ml s.p.c. zur Entnahme von Bodenstichproben
  • 3 Pegelrohre bis 60 ml s.p.c zur Probenahme aus dem Grundwasser Kontinuierliche Analyse der bodennahen Gase zur Ermittlung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) mittels Photoionisator, zur Bestimmung der Bodenbereiche und der Tiefen, an denen Stichproben vorgenommen werden mussten.

Detaillierte Erhebung der piezometrischen Messpegel und deren statischen Pegel zur Bestimmung der örtlichen piezometrischen Oberfläche.

  1. Bohrpunkte
    Die Pegelrohre P1-P2-P3 und die Bohrungen S1-S2-S3-S4-S5 wurden gemäß Übersicht 01 ausgeführt. Die Pegelrohre waren nach einem gleichseitigen Dreieck mit Seiten von ca. 20 ml angeordnet, während die Bohrungen an einem rechteckigen Bereich mit Seiten 10 x 20 ml angeordnet waren

  2. Ausführungsmodalitäten
    Bohrungen und Pegelrohre wurden mit einem Trockenkernrohr mit Durchmesser 127 mm ausgeführt. Bei laufendem Photoionisator wurden repräsentative Stichproben von den Bohrproben entnommen und in einem Behälter gesammelt; die Kontrolle und Analyse der vorhandenen Gase wurde mit einem Fühler durchgeführt und optisch dargestellt. Das Grundwasser wurde entsprechend gereinigt und in gekennzeichneten Glasflaschen umgefüllt.

  3. Topografische Vermessung
    Die Vermessung wurde in mehreren Phasen durchgeführt, um die statischen Grundwasserspiegel zu ermitteln, wobei neben den Pegelrohren P1-P2-P3, auch Messungen an den Schächten im Areal ausgeführt wurden.

  4. Hydrogeologische Untersuchungen zur Bestimmung des Verlaufs der Wasserschicht

  5. An den Böden und am Grundwasser ausgeführte Prüfungen
    An den Böden geprüfte Parameter:
    - Organische Verbindungen (Benzol, Ethylbenzol, Styren, Toluol)
    - Chlorierte Lösemittel (chlorierte Aliphate und nicht krebserregende chlorierte Aliphate)
    - Leichte C< 12 und schwere Kohlenwasserstoffe C>12
    - Metalle (As, Cd, Crtot, Cr VI, Ni, Pb, Zn)

Schlussfolgerungen

  1. Keine der Bohrungen um den angeblichen Kontaminationspunkt vor dem östlichen Behälter konnte eine Überschreitung des vorgeschriebenen Grenzwerts feststellen.

  2. Die Bodenproben der Bohrung S4 hatten hohe Konzentrationen von leichten Kohlenwasserstoffen im Bereich 1-8 ml und kleinere Konzentrationen von leichten Kohlenwasserstoffe von 8-13 ml. Ferner wurden schwache Konzentrationen von aromatischen organischen Verbindungen und schweren Kohlenwasserstoffen nachgewiesen. Die beigefügten Tabellen 3 und 4 enthalten eine Übersicht der wichtigsten Untersuchungsergebnisse.

  3. Anhand der Suchparameter, die im Zusammenhang mit der Verschüttung ausgewählt wurden, konnte man kein kontaminiertes Grundwasser feststellen, jedoch liegen die Parameter für As über den vom Ministerialdekret festgelegten Grenzen.

Verunreinigte Fläche

Die Untersuchung zeigte folgendes Schlussergebnis: Die verunreinigte Fläche misst ca. 64 m2 und entspricht einem Quadrat mit Seiten von 8 ml und Mitte an der Bohrung S4. Die Tiefe beträgt ca. 12-13 ml, während ca. 500 m3 Boden auszuheben ist.

 

aerosekur

Daten

Kunde: AEROSEKUR S.p.a.

Ort: Aprilia (LT)

Baustelle: Produktionsbetrieb

Gesamtfläche: 50.000 m2

 

FIRMENPORTRAIT

Die in der Nachkriegszeit gegründete Gruppe TI&A wurde in den Neunzigern zum italienischen Marktführer im Bereich Asbestsanierungen.

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